Grundsätze
Das KASAPA-Projekt will in Ghana ein Modell für einen umwelt- und sozialverträglichen Tourismus verwirklichen.
Daher orientieren sich die KASAPA-Reiseangebote nicht an touristischen "Allerwelts"-Standards, sondern beziehen landestypische Ressourcen und Lebensweisen ein, ohne die Gäste zu überfordern. Das heißt:
- kein Hotel, das sich steril von seiner Umgebung abhebt, sondern eine kleine dorfähnliche Ferienanlage, das KASAPA-Centre, das traditionelle afrikanische Bauweisen aufgenommen und weiterentwickelt hat
- keine Verschwendung von natürlichen Ressourcen, sondern der modellhafte Einsatz von angepassten umweltfreundlichen Technologien im KASAPA-Centre (Lehmbau, Reetdächer, Solarstrom, Schilf-Kläranlage, moderne hygienische Kompost-Toiletten, Mülltrennung)
- Keine fremdbestimmten Arbeitsplätze mit ausländischem Management, sondern ein afrikanischer Familienbetrieb, der den KASAPA-Mitarbeitern Eigenverantwortung und persönliches Engagement ermöglicht. Dadurch begegnen sie den Gästen offener und kompetenter als in einem konventionellen Hotelbetrieb
- kein überorganisiertes Reiseprogramm, das nur ein "Durchzappen" von einer Sehenswürdigkeit zur anderen erlaubt, sondern flexible Angebote, die auf die Interessen der Gäste eingehen und genug Raum für spontane Entdeckerfreude lassen
Mit diesem Ansatz geht das KASAPA Projekt über die gängigen Angebote eines "community based tourism" hinaus: nicht nur mit einzelnen Dorfbesuchen im Rahmen von Ausflugsprogrammen, sondern mit dem Gesamtkonzept seiner Urlaubsangebote ermöglicht es Tourismus als gemeinschaftliche Erfahrung von Gästen und Gastgebern - "communal tourism" als eine besondere Art des Aufenthalts unter Fremden, die zu Gesprächspartnern und Freunden werden können.
Dass Ghana als Ferienziel nur mit dem Flugzeug zu erreichen ist, stellt natürlich ein großes ökologisches Manko der KASAPA-Reiseangebote dar. Andererseits ist es wichtig, dass Ghanas touristische Entwicklung nicht nur den Anbietern von konventionellem Massentourismus überlassen wird.
Über das atmosfair-Programm (www.atmosfair.de) können Sie Maßnahmen zum Ausgleich der flugbedingten Klimabelastung unterstützen. Außerdem wird die Energiebilanz Ihrer Reise nach Ghana günstiger, wenn Sie eine Aufenthaltsdauer von 3 oder 4 Wochen statt der Mindestzeit von 14 Tagen einplanen.
