Ghana

Ghana ist Afrika in seiner ganzen Vielfalt:

Seine Geschichte wurde geprägt vom mächtigen Königreich der Ashanti, aber auch von der britischen Kolonialherrschaft über die "Goldküste". Ghana wurde 1957 als erstes schwarzafrikanisches Land unabhängig. Kurze demokratische Perioden wechselten mit unterschiedlichen Militärdiktaturen. Seit 1992 ist das Land eine parlamentarische Demokratie (mit starker Position des Staatspräsidenten). Die traditionellen Würdenträger ("Chiefs") genießen noch immer großes Ansehen und haben einen gewissen politischen Einfluss; jenseits der Parteipolitik.
Landschaftlich bietet Ghana weite Palmenstrände, Regenwälder, Bergregionen und ausgedehnte Trockensavannen. Seine Bevölkerung besteht aus vielen ethnischen Gruppen, die alle ihre alten Traditionen in das moderne Leben eines Entwicklungslandes einbringen.

Ghana liegt nahe am Äquator zwischen 4,5 und 11 Grad nördlicher Breite. Mit einer Fläche von knapp 240.000 qm ist es etwa so groß wie die alte BRD vor der Wiedervereinigung. Die Hauptstadt Accra liegt im Süden an der Atlantikküste. Ghanas Klima ist tropisch mit einer Regenzeit von Ende April bis Ende Juni. Im Juli / August ist es noch relativ "kühl" (tagsüber meist 26 - 28 Grad) und nicht allzu sonnig. Danach wird es wärmer (tagsüber ca. 30 - 33 Grad) und sonniger; im Dezember / Januar ist es evtl. zeitweise dunstig bedeckt mit angenehm "kühlen" Nächten. Am stärksten spürt man die Nähe des Äquators im März / April. Die Luftfeuchtigkeit ist fast das ganze Jahr über ungewohnt hoch. In Küstennähe bringt aber die Meeresbrise immer etwas Erfrischung.

Ghana ist reich an Bodenschätzen, hat aber nur wenig Industrie. Es exportiert fast ausschließlich Rohstoffe (Gold, Holz, Kautschuk) und landwirtschaftliche Produkte (vor allem Kakao). 55% der Ghanaer leben von der Landwirtschaft und vom Fischfang. Die Tendenz zur Landflucht ist stark, bereits über 30% der Ghanaer leben in den Städten. Die ca. 21 Millionen Ghanaer sind zu über 99% Schwarzafrikaner, die sich in 50 Stämme mit 70 verschiedenen Sprachen aufteilen. Hauptstämme sind die Akan (44%), die Mole-Dagomba (16%), die Ewe (13%) und die Ga (8%). 70 % der Bevölkerung sprechen einen Akan-Dialekt; die Amtssprache ist aber Englisch.

Ghana ist politisch stabil. Wie die meisten afrikanischen Länder hat es allerdings mit wirtschaftlichen und sozialen Problemen zu kämpfen.

Ghana versucht, den Tourismus als Einnahmequelle zu erschließen; die touristische Entwicklung des Landes steht aber erst am Anfang. Die Einheimischen begegnen den Fremden fast immer mit neugieriger Offenheit und Freundlichkeit.

Für den ausländischen Touristen ist Ghana im Allgemeinen ein sicheres Reiseland. Es gibt zwar im Norden Spannungen zwischen kleineren ethnischen Gruppen; in besonders "aufgeregten" Zeiten (z.B. vor Wahlen) können hier auch vorübergehend bewaffnete Auseinandersetzungen aufflackern. Die regulären KASAPA Reiseprogramme führen aber nicht in diese Gebiete.

Ganz generell können wir als einheimische Reiseleitung etwaige Risiken natürlich viel besser einschätzen als ausländische Rucksack-Reisende, und Sie können sich darauf verlassen, dass wir Sie - nach bestem Wissen und Gewissen und natürlich auch in unserem eigenen Interesse - keiner absehbaren Gefährdungssituation aussetzen werden.
Dasselbe gilt auch für Kriminalität in den großen Städten. Wenn Sie eine zuverlässige einheimische Begleitung haben oder einige kompetente Verhaltenstipps beherzigen, können Sie sich ohne weiteres auch in das quirlige großstädtische Leben "wagen" - und Sie werden angenehm überrascht sein, wie freundlich und hilfsbereit die Ghanaer im allgemeinen auf ausländische Gäste reagieren.

Im Übrigen ist unserer Erfahrung nach ein "basisnaher" Reise-Stil der beste Schutz: wenn ihnen die Reise-Arrangements wirklich Kontakt zum Gastland und seinen Bewohnern ermöglichen, werden die Touristen weniger als "Fremdkörper" wahrgenommen. Sie gehören dann eher "dazu" und genießen entsprechend den Schutz der Gemeinschaft.

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